07 / 14 · EU Bürger
Offene Grenzen und eine gemeinsame Währung sind kein abstraktes Brüsseler Projekt, sondern Alltag:
AfD Bundespartei, Programmkapitel „EU & Europa”, afd.de:
„Wir halten einen Austritt Deutschlands aus der Europäischen Union […] für notwendig.”
Was dagegen spricht:
Offene Grenzen und eine gemeinsame Währung sind kein abstraktes Brüsseler Projekt, sondern Alltag: mit dem Personalausweis nach Italien, ohne Umtausch bezahlen, ohne Zusatzkosten telefonieren. Wer die EU verlassen will, kündigt genau das auf. Der Landesverband Sachsen-Anhalt gehört dieser Partei an und würde im Bundesrat entsprechend abstimmen.
Konkrete Folge für Sachsen-Anhalt:
Reisen würde umständlicher. Nach einem EU-Austritt entfällt die Freizügigkeit: Der Personalausweis genügt nicht mehr, es braucht einen Reisepass und vielleicht ein Visum.
Telefonieren und Surfen würden teurer. Die EU-Regel „Roam like at home”, nach der das heimische Datenvolumen im Ausland ohne Aufpreis gilt, greift nur innerhalb von EU und EWR. Für eine Familie aus Magdeburg oder Halle im Sommerurlaub käme das oben drauf.
Und beim Geld käme der Umtausch zurück. Die Mitgliedschaft in der Eurozone setzt die Mitgliedschaft in der EU voraus – wer austritt, verlässt auch den Euro. Es gäbe wieder Wechselkurse, Umtauschgebühren und Kursrisiko: bei jeder Urlaubsreise, bei jedem Online-Einkauf im europäischen Ausland und für die exportorientierten Betriebe im Land bei jeder Rechnung.
Quellen:
Keine gesonderte Quellenliste für dieses Thema im Ausgangsdokument angegeben.