9 of 15 · Gymnasialquote

Ein geeignetes Kind darf nicht abgewiesen werden, weil eine Gymnasiums-Obergrenze erreicht ist – im Einzelfall grob unfair und ohne fachlichen Grund.

Dadurch geraten vor allem Kinder aus bildungsfernen Haushalten ins Hintertreffen. Auch das Ziel, abgewanderte Fachkräfte zurückzuholen, scheitert daran: Wer fürchten muss, dass sein Kind trotz Leistung keinen Gymnasialplatz bekommt, kommt nicht zurück.

Dadurch geraten vor allem Kinder aus bildungsfernen Haushalten ins Hintertreffen. Auch das Ziel, abgewanderte Fachkräfte zurückzuholen, scheitert daran: Wer fürchten muss, dass sein Kind trotz Leistung keinen Gymnasialplatz bekommt, kommt nicht zurück.

Illustration: Handwerkerin und Kollege arbeiten gemeinsam in einer Werkstatt

Zitat (AfD-Programm, Kapitel IV. Schulbildung, Punkt 1 „Optimale Förderung und bestmögliche Bildung für alle!”, S. 72):

„Wir werden das Gymnasium stärken und wieder zu dem machen, was es war: Die Schulform, die zur Universität führt und von nicht mehr als 25 Prozent eines Jahrgangs besucht werden muss.”

Was dagegen spricht:

Eine feste Quote ersetzt Eignung durch Platzzahl: Ein geeignetes Kind wird abgewiesen, weil die Obergrenze erreicht ist – im Einzelfall grob unfair und ohne fachlichen Grund. Wo Plätze knapp werden, setzen sich Familien durch, die das Verfahren kennen; Kinder aus bildungsfernen Haushalten geraten ins Hintertreffen. Auch das Ziel, abgewanderte Fachkräfte zurückzuholen, scheitert daran: Wer fürchten muss, dass sein Kind trotz Leistung keinen Gymnasialplatz bekommt, kommt nicht zurück.

Konkrete Folge für Sachsen-Anhalt:

Untersuchungen zur Durchlässigkeit des Schulsystems zeigen, dass leistungsstarke Kinder aus Familien ohne akademischen Hintergrund den Weg zum Abitur schon heute seltener gehen als gleich starke Kinder aus Akademikerhaushalten. Werden die Plätze zusätzlich künstlich verknappt, fallen genau sie zuerst heraus.

Hinzu kommt: Eine Obergrenze deckelt das Bildungsniveau eines ganzen Jahrgangs per Vorgabe, statt es zu heben. In einer Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft ist gute Bildung wichtiger als in der Industriegesellschaft früherer Jahrzehnte – Sachsen-Anhalt würde ausgerechnet dort begrenzen, wo Wachstum nötig wäre.

Für Familien mit Bildungsanspruch wird das Land damit zum Standortnachteil. Wer die Wahl hat, geht dorthin, wo der Zugang zum Abitur von der Leistung des Kindes abhängt und nicht von einer Landesobergrenze. Damit würden ausgerechnet Ärzte, Ingenieure und Lehrer mit schulpflichtigen Kindern abwandern – ein Land mit Fachkräftemangel träfe das doppelt.

Und der Effekt wirkt langfristig: Wer heute keinen Gymnasialplatz bekommt, fehlt in zehn Jahren als Absolvent an der Universität und in fünfzehn Jahren als Fachkraft im Land. Eine Obergrenze auf dem Papier wird so zur Obergrenze für die wirtschaftliche Entwicklung Sachsen-Anhalts.

Quellen:

- KZfSS Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, „Soziale Ungleichheiten im Abiturerwerb: Wie durchlässig ist das zweigliedrige Schulsystem und für wen?”, Springer Nature Link, 2025 — https://link.springer.com/article/10.1007/s11577-025-01001-4

- Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, „1,1 % weniger Schulabgängerinnen und Schulabgänger an allgemeinbildenden Schulen in Sachsen-Anhalt”, statistik.sachsen-anhalt.de, Juni 2026 — https://statistik.sachsen-anhalt.de/news/news-details/11-weniger-schulabgaengerinnen-und-schulabgaenger-an-allgemeinbildenden-schulen-in-sachsen-anhalt

Weitere Fakten

01 / 15 · Gesundheitsversorgung

Eine flächendeckende Gesundheitsversorgung wäre ohne internationale Ärzte, insbesondere im ländlichen Raum, nicht mehr sicherzustellen. Etwa jeder fünfte Arzt im Land stammt aus dem Ausland, in ländlichen Regionen ist der Anteil oft noch höher.

Eine flächendeckende Gesundheitsversorgung wäre ohne internationale Ärzte, insbesondere im ländlichen Raum, nicht mehr sicherzustellen. Etwa jeder fünfte Arzt im Land stammt aus dem Ausland, in ländlichen Regionen ist der Anteil oft noch höher.

Eine flächendeckende Gesundheitsversorgung wäre ohne internationale Ärzte, insbesondere im ländlichen Raum, nicht mehr sicherzustellen. Etwa jeder fünfte Arzt im Land stammt aus dem Ausland, in ländlichen Regionen ist der Anteil oft noch höher.

(AfD-Programm, Kapitel XVII Gesundheit und Pflege, Punkt 10): „Medizinstudenten statt Importärzte! […] Ausländische Ärzte sind aber wegen der Sprachbarriere und kultureller Differenzen oft kaum geeignet, unsere Bürger richtig zu behandeln. […] Die beste Behandlung ist mit Ärzten gewährleistet, die hier bei uns ausgebildet werden.“

(AfD-Programm, Kapitel XVII Gesundheit und Pflege, Punkt 10): „Medizinstudenten statt Importärzte! […] Ausländische Ärzte sind aber wegen der Sprachbarriere und kultureller Differenzen oft kaum geeignet, unsere Bürger richtig zu behandeln. […] Die beste Behandlung ist mit Ärzten gewährleistet, die hier bei uns ausgebildet werden.“

Illustration: Eine Pflegekraft unterstützt eine Patientin bei der Geburt im Krankenhaus

Gesundheitsversorgung

02 / 15 · Wirtschaft

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat durchgerechnet, was Austritt aus EU und Euro, Abschottung und Kürzungen staatlicher Ausgaben bedeuten würden: weniger Beschäftigung, niedrigere Löhne und weniger verfügbares Einkommen. Beim Einkommen fielen die Verluste in Sachsen-Anhalt anderthalbmal so hoch aus wie im Bundesdurchschnitt.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat durchgerechnet, was Austritt aus EU und Euro, Abschottung und Kürzungen staatlicher Ausgaben bedeuten würden: weniger Beschäftigung, niedrigere Löhne und weniger verfügbares Einkommen. Beim Einkommen fielen die Verluste in Sachsen-Anhalt anderthalbmal so hoch aus wie im Bundesdurchschnitt.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat durchgerechnet, was Austritt aus EU und Euro, Abschottung und Kürzungen staatlicher Ausgaben bedeuten würden: weniger Beschäftigung, niedrigere Löhne und weniger verfügbares Einkommen. Beim Einkommen fielen die Verluste in Sachsen-Anhalt anderthalbmal so hoch aus wie im Bundesdurchschnitt.

(AfD-Programm, Kapitel IX Wirtschaft und Tourismus, Einleitung, S. 142): „Eine AfD-geführte Landesregierung wird den wirtschaftlichen Niedergang und die damit verbundene De-Industrialisierung stoppen. […] [Sie] wird einen wirtschaftlichen Aufschwung und einen Re-Industrialisierungsprozess einleiten.“

(AfD-Programm, Kapitel IX Wirtschaft und Tourismus, Einleitung, S. 142): „Eine AfD-geführte Landesregierung wird den wirtschaftlichen Niedergang und die damit verbundene De-Industrialisierung stoppen. […] [Sie] wird einen wirtschaftlichen Aufschwung und einen Re-Industrialisierungsprozess einleiten.“

Illustration: Zwei Arbeiter bewegen Waren in einem Lager

Wirtschaft

03 / 15 · Gleichberechtigung

Echte Gleichberechtigung und echte Chancengleichheit sind kein Widerspruch, sondern bedingen einander. Frauen verdienen im Schnitt weniger, arbeiten häufiger in Teilzeit, übernehmen mehr unbezahlte Carearbeit und werden bei Beförderungen seltener berücksichtigt. Frauenförderung und Gleichstellungsarbeit gleichen genau diese strukturellen Nachteile aus.

Echte Gleichberechtigung und echte Chancengleichheit sind kein Widerspruch, sondern bedingen einander. Frauen verdienen im Schnitt weniger, arbeiten häufiger in Teilzeit, übernehmen mehr unbezahlte Carearbeit und werden bei Beförderungen seltener berücksichtigt. Frauenförderung und Gleichstellungsarbeit gleichen genau diese strukturellen Nachteile aus.

Echte Gleichberechtigung und echte Chancengleichheit sind kein Widerspruch, sondern bedingen einander. Frauen verdienen im Schnitt weniger, arbeiten häufiger in Teilzeit, übernehmen mehr unbezahlte Carearbeit und werden bei Beförderungen seltener berücksichtigt. Frauenförderung und Gleichstellungsarbeit gleichen genau diese strukturellen Nachteile aus.

(AfD-Programm, Kapitel VI Wissenschaft und Hochschule, S. 94): „Alle staatlichen Programme zur Förderung speziell von Frauen werden wir einstellen, alle Frauenquoten außer Kraft setzen. Das Ziel der Gleichstellung ist aus dem Hochschulgesetz zu streichen.“

(AfD-Programm, Kapitel VI Wissenschaft und Hochschule, S. 94): „Alle staatlichen Programme zur Förderung speziell von Frauen werden wir einstellen, alle Frauenquoten außer Kraft setzen. Das Ziel der Gleichstellung ist aus dem Hochschulgesetz zu streichen.“

Illustration: Drei berufstätige Frauen stehen gemeinsam vor einem öffentlichen Gebäude

Gleichberechtigung

04 / 15 · Alleinerziehende

Ein Staat, dem echte Familienpolitik am Herzen liegt, wertet nicht, in welcher Form Menschen für ihre Kinder sorgen, sondern unterstützt alle Familien gleichermaßen. Alleinerziehende sind keine Ausnahme oder ein zu bekämpfendes Symbol, sondern gelebte Realität für hunderttausende Familien, die genauso Anerkennung und Unterstützung verdienen wie jede andere Familie.

Ein Staat, dem echte Familienpolitik am Herzen liegt, wertet nicht, in welcher Form Menschen für ihre Kinder sorgen, sondern unterstützt alle Familien gleichermaßen. Alleinerziehende sind keine Ausnahme oder ein zu bekämpfendes Symbol, sondern gelebte Realität für hunderttausende Familien, die genauso Anerkennung und Unterstützung verdienen wie jede andere Familie.

Ein Staat, dem echte Familienpolitik am Herzen liegt, wertet nicht, in welcher Form Menschen für ihre Kinder sorgen, sondern unterstützt alle Familien gleichermaßen. Alleinerziehende sind keine Ausnahme oder ein zu bekämpfendes Symbol, sondern gelebte Realität für hunderttausende Familien, die genauso Anerkennung und Unterstützung verdienen wie jede andere Familie.

(AfD-Programm, Kapitel I Familie und Kinder, S. 17): „Jedem Versuch jedoch, unter dem Deckmantel von Progressivität sogenannte „Einelternfamilien“ als normalen, fortschrittlichen oder gar erstrebenswerten Lebensentwurf zu propagieren, stellen wir uns entschieden entgegen.“

(AfD-Programm, Kapitel I Familie und Kinder, S. 17): „Jedem Versuch jedoch, unter dem Deckmantel von Progressivität sogenannte „Einelternfamilien“ als normalen, fortschrittlichen oder gar erstrebenswerten Lebensentwurf zu propagieren, stellen wir uns entschieden entgegen.“

Illustration: Eine Mutter steht mit ihren beiden Kindern im Freien

Alleinerziehende

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