05 / 15 · Schulpflicht

Gleicher Zugang zu guter Bildung für alle Kinder braucht verlässliche, verpflichtende Schulen, unabhängig vom Elternhaus.

Dafür gibt es die allgemeine Schulpflicht. Während die Schulpflicht abgeschafft werden soll, wollen sie an anderer Stelle Elternrechte einschränken. Dass es der Partei nicht um Elternrechte geht, zeigt sich daran, dass bei der Wahl der Schullaufbahn nicht entscheiden können sollen.

Dafür gibt es die allgemeine Schulpflicht. Während die Schulpflicht abgeschafft werden soll, wollen sie an anderer Stelle Elternrechte einschränken. Dass es der Partei nicht um Elternrechte geht, zeigt sich daran, dass bei der Wahl der Schullaufbahn nicht entscheiden können sollen.

Illustration: Handwerkerin und Kollege arbeiten gemeinsam in einer Werkstatt

Zitat (AfD-Programm, Kapitel IV. Schulbildung, Punkt 26 „Bildungspflicht statt Schulzwang!”, S. 84):

„Bildungspflicht statt Schulzwang! In allen Fragen zu Bildung und Erziehung der Kinder müssen die Eltern das letzte Wort haben.”

Was dagegen spricht:

Gleicher Zugang zu guter Bildung für alle Kinder braucht verlässliche, verpflichtende Schulen, unabhängig vom Elternhaus. Bemerkenswert ist zudem der Widerspruch im eigenen Programm: An anderer Stelle will dieselbe Partei den Eltern genau dieses Mitspracherecht entziehen. Punkt 3 im selben Kapitel (S. 73) fordert die verbindliche Schullaufbahnempfehlung durch Lehrer zurück: „Es kann nicht sein, dass Eltern nach Belieben entscheiden, welche Schullaufbahn ihr Kind einschlägt.” Beim Schultyp sollen Eltern also nichts zu sagen haben, beim kompletten Ausstieg aus der Schule dagegen das letzte Wort – eine Inkonsequenz, die zeigt, dass es hier nicht um Elternrechte im Allgemeinen geht.

Konkrete Folge für Sachsen-Anhalt:

Die bundesweite KMK-Ländervereinbarung schreibt Schulpflicht ohne Ausnahme vor. Alle anderen Bundesländer müssten in der KMK zustimmen, damit Abschlüsse in ganz Deutschland anerkannt werden. Falls die KMK das nicht tut, würde die reele Möglichkeit bestehen, dass das Abitur aus Sachsen-Anhalt anderswo nicht mehr ohne Weiteres anerkannt würde.

Quellen:

- Campact, „Homeschooling statt Schulpflicht? Was hinter der Forderung der AfD steckt”, campact.de, 12. Mai 2026 — https://www.campact.de/blog/2026/05/homeschooling-statt-schulpflicht-was-hinter-der-forderung-der-afd-steckt/

- ZDFheute, „Gilt mein Abitur noch, wenn AfD regiert? Wirbel um Haseloff-Satz”, zdfheute.de, 7. Mai 2026 — https://www.zdfheute.de/politik/deutschland/haseloff-abitur-abschluss-zeugnis-afd-anerkennung-100.html

Weitere Fakten

01 / 14 · Gesundheitsversorgung

Eine flächendeckende Gesundheitsversorgung wäre ohne internationale Ärzte, insbesondere im ländlichen Raum, nicht mehr sicherzustellen. Etwa jeder fünfte Arzt im Land stammt aus dem Ausland, in ländlichen Regionen ist der Anteil oft noch höher.

Eine flächendeckende Gesundheitsversorgung wäre ohne internationale Ärzte, insbesondere im ländlichen Raum, nicht mehr sicherzustellen. Etwa jeder fünfte Arzt im Land stammt aus dem Ausland, in ländlichen Regionen ist der Anteil oft noch höher.

Eine flächendeckende Gesundheitsversorgung wäre ohne internationale Ärzte, insbesondere im ländlichen Raum, nicht mehr sicherzustellen. Etwa jeder fünfte Arzt im Land stammt aus dem Ausland, in ländlichen Regionen ist der Anteil oft noch höher.

(AfD-Programm, Kapitel XVII Gesundheit und Pflege, Punkt 10): „Medizinstudenten statt Importärzte! […] Ausländische Ärzte sind aber wegen der Sprachbarriere und kultureller Differenzen oft kaum geeignet, unsere Bürger richtig zu behandeln. […] Die beste Behandlung ist mit Ärzten gewährleistet, die hier bei uns ausgebildet werden.“

(AfD-Programm, Kapitel XVII Gesundheit und Pflege, Punkt 10): „Medizinstudenten statt Importärzte! […] Ausländische Ärzte sind aber wegen der Sprachbarriere und kultureller Differenzen oft kaum geeignet, unsere Bürger richtig zu behandeln. […] Die beste Behandlung ist mit Ärzten gewährleistet, die hier bei uns ausgebildet werden.“

Illustration: Eine Pflegekraft unterstützt eine Patientin bei der Geburt im Krankenhaus

02 / 14 · Wirtschaft

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat durchgerechnet, was Austritt aus EU und Euro, Abschottung und Kürzungen staatlicher Ausgaben bedeuten würden: weniger Beschäftigung, niedrigere Löhne und weniger verfügbares Einkommen. Beim Einkommen fielen die Verluste in Sachsen-Anhalt anderthalbmal so hoch aus wie im Bundesdurchschnitt.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat durchgerechnet, was Austritt aus EU und Euro, Abschottung und Kürzungen staatlicher Ausgaben bedeuten würden: weniger Beschäftigung, niedrigere Löhne und weniger verfügbares Einkommen. Beim Einkommen fielen die Verluste in Sachsen-Anhalt anderthalbmal so hoch aus wie im Bundesdurchschnitt.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung hat durchgerechnet, was Austritt aus EU und Euro, Abschottung und Kürzungen staatlicher Ausgaben bedeuten würden: weniger Beschäftigung, niedrigere Löhne und weniger verfügbares Einkommen. Beim Einkommen fielen die Verluste in Sachsen-Anhalt anderthalbmal so hoch aus wie im Bundesdurchschnitt.

(AfD-Programm, Kapitel IX Wirtschaft und Tourismus, Einleitung, S. 142): „Eine AfD-geführte Landesregierung wird den wirtschaftlichen Niedergang und die damit verbundene De-Industrialisierung stoppen. […] [Sie] wird einen wirtschaftlichen Aufschwung und einen Re-Industrialisierungsprozess einleiten.“

(AfD-Programm, Kapitel IX Wirtschaft und Tourismus, Einleitung, S. 142): „Eine AfD-geführte Landesregierung wird den wirtschaftlichen Niedergang und die damit verbundene De-Industrialisierung stoppen. […] [Sie] wird einen wirtschaftlichen Aufschwung und einen Re-Industrialisierungsprozess einleiten.“

Illustration: Zwei Arbeiter bewegen Waren in einem Lager

03 / 14 · Gleichberechtigung

Echte Gleichberechtigung und echte Chancengleichheit sind kein Widerspruch, sondern bedingen einander. Frauen verdienen im Schnitt weniger, arbeiten häufiger in Teilzeit, übernehmen mehr unbezahlte Carearbeit und werden bei Beförderungen seltener berücksichtigt. Frauenförderung und Gleichstellungsarbeit gleichen genau diese strukturellen Nachteile aus.

Echte Gleichberechtigung und echte Chancengleichheit sind kein Widerspruch, sondern bedingen einander. Frauen verdienen im Schnitt weniger, arbeiten häufiger in Teilzeit, übernehmen mehr unbezahlte Carearbeit und werden bei Beförderungen seltener berücksichtigt. Frauenförderung und Gleichstellungsarbeit gleichen genau diese strukturellen Nachteile aus.

Echte Gleichberechtigung und echte Chancengleichheit sind kein Widerspruch, sondern bedingen einander. Frauen verdienen im Schnitt weniger, arbeiten häufiger in Teilzeit, übernehmen mehr unbezahlte Carearbeit und werden bei Beförderungen seltener berücksichtigt. Frauenförderung und Gleichstellungsarbeit gleichen genau diese strukturellen Nachteile aus.

(AfD-Programm, Kapitel VI Wissenschaft und Hochschule, S. 94): „Alle staatlichen Programme zur Förderung speziell von Frauen werden wir einstellen, alle Frauenquoten außer Kraft setzen. Das Ziel der Gleichstellung ist aus dem Hochschulgesetz zu streichen.“

(AfD-Programm, Kapitel VI Wissenschaft und Hochschule, S. 94): „Alle staatlichen Programme zur Förderung speziell von Frauen werden wir einstellen, alle Frauenquoten außer Kraft setzen. Das Ziel der Gleichstellung ist aus dem Hochschulgesetz zu streichen.“

Illustration: Drei berufstätige Frauen stehen gemeinsam vor einem öffentlichen Gebäude

04 / 14 · Alleinerziehende

Ein Staat, dem echte Familienpolitik am Herzen liegt, wertet nicht, in welcher Form Menschen für ihre Kinder sorgen, sondern unterstützt alle Familien gleichermaßen. Alleinerziehende sind keine Ausnahme oder ein zu bekämpfendes Symbol, sondern gelebte Realität für hunderttausende Familien, die genauso Anerkennung und Unterstützung verdienen wie jede andere Familie.

Ein Staat, dem echte Familienpolitik am Herzen liegt, wertet nicht, in welcher Form Menschen für ihre Kinder sorgen, sondern unterstützt alle Familien gleichermaßen. Alleinerziehende sind keine Ausnahme oder ein zu bekämpfendes Symbol, sondern gelebte Realität für hunderttausende Familien, die genauso Anerkennung und Unterstützung verdienen wie jede andere Familie.

Ein Staat, dem echte Familienpolitik am Herzen liegt, wertet nicht, in welcher Form Menschen für ihre Kinder sorgen, sondern unterstützt alle Familien gleichermaßen. Alleinerziehende sind keine Ausnahme oder ein zu bekämpfendes Symbol, sondern gelebte Realität für hunderttausende Familien, die genauso Anerkennung und Unterstützung verdienen wie jede andere Familie.

(AfD-Programm, Kapitel I Familie und Kinder, S. 17): „Jedem Versuch jedoch, unter dem Deckmantel von Progressivität sogenannte „Einelternfamilien“ als normalen, fortschrittlichen oder gar erstrebenswerten Lebensentwurf zu propagieren, stellen wir uns entschieden entgegen.“

(AfD-Programm, Kapitel I Familie und Kinder, S. 17): „Jedem Versuch jedoch, unter dem Deckmantel von Progressivität sogenannte „Einelternfamilien“ als normalen, fortschrittlichen oder gar erstrebenswerten Lebensentwurf zu propagieren, stellen wir uns entschieden entgegen.“

Illustration: Eine Mutter steht mit ihren beiden Kindern im Freien
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